12-16.10.17 Golfito -Puntarenas

Bahia Herradura

IslaCedros

 

 

 

Wir haben in der Banana Bay Marina noch Trinkwasser gebunkert und Diesel getankt und dann sind wir nachmittags los. Wir lagen direkt gegenüber der Dieselzapfstelle, aber es war nicht so einfach. Für unsere paar Liter und den dünnen Tankstutzen konnte die Pumpe nicht angestellt werden. Wir mußten auf Niedrigwasser warten und dann wurde mit Hilfe des Gefälles getankt. Die 150sm konnten wir endlich mal fast komplett segeln, es lief so gut, dass wir viel zu früh ankamen. Der Anker fiel morgens gegen 3 Uhr. Nachmittags sind wir mit unseren beiden Enkeltöchtern 21sm zur Isla Cedros gesegelt, wo wir herrlich ruhig vor Anker übernachtet haben. Am nächsten Tag haben wir die Mädchen in Caldera am Strand den Eltern übergeben und sind anschließend zur Isla San Lucas gesegelt. Zum Schluß ging der Wind weg und der Tiedenstrom brachte uns zum Stehen, also die letzten 3sm motoren. Am Montag sind wir dann mit dem Mittagshochwasser zum Puntarenas Yachtclub gefahren. Die Zufahrt ist nur bei Hochwasser möglich. Wir liegen jetzt für längere Zeit an einem Ponton, bei Niedrigwasser schwimmen wir gerade noch. Jetzt haben wir erst einmal Karins Geburtstag gefeiert und werden es die nächste Zeit ruhig angehen lassen.

1.-10.10.17 Pamama-City- Golfito

Die Nacht war an der Mooring sehr unruhig, am Sonntag haben wir mit Rene noch einen Bummel durch die Altstadt von PanamCity gemacht und waren ein bisschen einkaufen, bevor er dann zum Flughafen gefahren ist. Wir haben alles aufgeräumt und sind gegen fünf Uhr abends losgefahren.

Wir wollen in Etappen nach Costa Rica segeln, unser erster Halt dort wird in Golfito sein, wo wir wieder einklarieren müssen. Wind und Strömung kamen von vorne, aber es wird sich vorläufig nicht ändern. Immer wenn wir dachten, ab dem nächsten Wegpunkt können wir segeln, drehte der Wind. So sind wir 48 Stunden überwiegend motort. In der zweiten Nacht ist zu allem Überfluß der innere Kühlkreislauf ausgelaufen. Habe die Wasserpumpe gewechselt, die uns Thomas glücklicherweise mitgegeben hat. Am Ende habe ich 5Stunden gebraucht bis alles wieder dicht war und das Kühlwasser gefiltert und wieder eingefüllt war. Hinter der Insel Coiba bei Sauth Bahia Damas ankerten wir ganz alleine im Naturschutzgebiet. Es war herrlich ruhig, nur etwas Brandungsrauschen von der anderen Inselseite und die Affen waren zu hören.Wir saßen im Cockpit beim Abendbrot als im Dunklen sich ein Boot langsam näherte. Karin hatte mächtig Bammel, schließlich war das hier früher eine Gefangeneninsel. Es zeigte sich, dass es 2 Boote waren, ein Polizeiboot und eines der Naturparkwächter, die waren auch nicht sicher, ob wir Verbrecher sind.

Eigentlich hätten Sie die Zarpe kassieren müssen, aber sie haben nur gesagt, dass wir nicht an Land dürfen. Hier haben wir 3 Tage ein Wind- und Regenfeld abgewettert und sind dann zur Isla Rancheria 15sm weiter gefahren. Am nächsten Morgen sind wir dann nach Golfito in Costa Rica aufgebrochen. Bei durchschnittlich 5-6kn Wind und die von vorne war nicht viel mit Segeln.

Durch den Starkregen in Costa Rica trieb sehr viel Unrat im Meer. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, ich hatte mich gerade etwas hin gelegt, verklemmte sich eine 4m langen Bambusstamm im Ruder. Als ich mit dem Stamm kämpfte rauschte auch noch die Angel aus.Nachdem das Ruder wieder frei war kümmerte ich mich um die Angel, da hatten wir scheinbar auch Treibgut eingefangen. Aber Happy ending, ein herrlicher Mahi Mahi, davon haben wir 4 Tage gegessen.

Mit dem ersten Licht sind wir nach Golfito eingelaufen und haben für 2 Nächte am Schwimmsteg der Banana Bay Marina festgemacht, teuer, aber sicher, freundlich und bequem.

Ansteuerung Golfito

Banana Bay Marina

29. und 30.09.17 Panama-Kanal

Nachdem wir das Unterwasserschiff geschrubbt hatten, ging es nun endlich los. Die beiden Linehander, der Sohn vom Agenten und ein junger Kolumbianer kamen nur eine halbe Stunde zu spät in Shelter Bay an. Eine dreiviertel Stunde brauchten wir zum Ankerplatz vor Cristobal, wo wir den Advisor (Lotse ohne Ausbildung für die Sportboote) übernahmen. Nun waren wir komplett, mit Karin und Rene, er ist dazu aus Costa Rica angereist, hatten wir die vier geforderten Linehander. Schon nach 45min kam der Frachter mit dem wir zusammen durch die Gatun-Schleuse gehen sollen. Kurz vor der Schleuse sind wir mit einer französischen Bavaria 35, mit 6 Erwachsenen und einen Kind, ins Päckchen gegangen. Rauf zu gehen die Frachter zuerst in die Schleuse, danach ging eine 72 Fuß Motorjacht an die Schleusenwand und anschließend lag unser Päckchen, mit vier Leinen in der Mitte gehalten, gleich hinter dem Schleusentor. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir die 26m hinauf zum Gatun-See in drei Stufen geschafft. Kurz hinter der Schleuse haben wir mit dem letzten Licht auf seltsame Weise an einer Mooring festgemacht, aber der Advisor bestand darauf. In der Saison liegen so 6 bis 8 Boote an einer Mooring. Nachdem der Advisor abgeholt wurde, gab es noch ordentlich Abendbrot und dann ging es bald in die Kojen, denn am nächsten Morgen sollte es früh losgehen. Aber daraus wurde nichts, es gab Probleme mit dem Verkehr nach Süden. Der neue Advisor kam erst nach 10 Uhr. Wir sollten 15 Uhr an der Pedro-Miguel-Schleuse sein, um dann vor einem Containerschiff 9m runter zu schleusen. 15:30 Uhr sind wir dann wieder im Päckchen mit den Franzosen in die Schleuse gefahren, hatten den Verkehr aber nicht aufgehalten. Die etwas über eine Seemeile zur Miraflores-Schleuse sind wir gleich im Päckchen gefahren. Es mußte aber sehr auf die Fender geachtet werden, die sich immer wieder hoch schoben. Die Schlepper wühlen das Wasser tüchtig auf. In der Miraflores-Schleuse geht es in 2 Stufen zum Pazific runter. Noch schnell zur Webcam winken und es war geschafft.

Wir hatten Respekt vor dem Panama-Kanal, obwohl wir viel Erfahrung mit Schleusen hatten.

Im Nachhinein kann ich sagen, die größte Gefahr bestand darin, dass das Schleusenpersonal mit der Affenfaust der Wurfleinen einem etwas kaputt werfen. Die Fenster und das Solarpaneel sollte man abpolstern. Im Päckchen sollte nur ein Boot lenken und wieviel Gas und ob vor oder zurück sagt ein Advisor an. Unsere beiden Lotsen waren tiefenentspannt und souverän und die beiden Linenhander machten einen guten Job. Wenn man im Päckchen fährt sind 4 Linenhander eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wir hatten kaum etwas zu tun. Wenn man in Shelter Bay vorher auf einen anderen Boot schon mal als Linenhander angeheuert, kann man sicherlich auch gut ohne profesionelle Linenhander fahren, so aber hatten wir eine sehr entspannte Kanalpassage und alle waren zufrieden.

Am Samstagabend gegen sechs Uhr haben wir die Linenhander und den Lotsen wieder abgesetzt, sind zum Ankerplatz gefahren und haben vor dem

Bilbao-Yachtclub an einer Mooring festgemacht und später in der Bar die Ankunft im Pazific gefeiert.

die neue Brücke an der Gatun-Schleuse soll in einem guten Jahr fertig sein

durch die östliche (linke) Schleuse mit dem Frachter soll es gehen
ab ins Päckchen

in der ersten Kammer

in der ersten Kammer
auf dem Weg in die 2. Kammer

oben
Abendessen auf dem Gatun-See
die Lotsen kommen
Schlepper testet die Löschtechnik
Flüssiggasfrachter in Begleitung von 4 Schleppern vor der Centenarion-Bridge
mit ihm schleusen wir zusammen runter

Miraflores-Schleuse

Bridge Of The America, Jetzt sind wir im Pacific

 

 

 

 

13.9.17 Portobelo

4 Wochen Costa Rica sind wie im Flug vergangen. Jetzt sind alle wieder zuhause und wir auf dem Boot. Auf irgendwelche Ersatzteile wird immer noch gewartet, aber am Sonntag haben wir eine Probefahrt von Shelter Bay nach Portobelo gemacht. Wir hatten herrlichen halben Wind und sind nur mit Fock 5 Kn gelaufen. Plotter, Autopilot, Windinstrument haben super funktioniert. Die Logge ist auch in Ordnung, hat nur nichts angezeigt weil das Rädchen vom Geber während der 10 Wochen Liegezeit angewachsen ist. Ich kann es leider nicht von innen raus nehmen und reinigen, da unsere Voreigner es mit Epoxidharz eingeklebt haben und tauchen im dreckigen Hafenwasser wollte ich nicht. Um die Freude komplett zu machen, haben wir noch kurz vorm Ziel einen kleinen (knapp 50cm) Skipjacktuna gefangen.

Hier in Portobelo lassen wir uns ein neues Sprayhood nähen,unser Altes hat ganz schön gelitten und lässt sich nicht mehr reparieren. Um das Geld dafür zu holen mussten wir mit dem Bus nach Sabanitas fahren, das war ein Erlebnis besonderer Art…..

 

Costa Rica

im Vogelpark bei Miramar

warten auf den Bus

im Nationalpark Manuel Antonio

Jaco, landunter

Krokodile in Rio Tarcoles aus sicherer Entfernung von der Straßenbrücke

Besuch auf der Shrimpsfarm

bei der Ernte

beim pulen

Ceviche

auf der Halbinsel Nicoya

 

 

Familientreffen in Costa Rica

Liebe Freunde

 

Wir haben uns entschlossen am Freitag, den 28.7.2017 nach Costa Rica zu fliegen. Von Panama nach Costa Rica ist es ein Katzensprung, mit dem Flieger nur eine Stunde😀

Es hat sich herausgestellt, dass der Reparaturaufwand doch größer ist, als es zum Anfang aussah, es werden immer neue Baustellen entdeckt,so dass wir den Termin für die Kanaldurchfahrt nicht mehr schaffen konnten.

So werden wir jetzt 4 Wochen Familienurlaub an Land machen und anschließend geht es mit neuem Schwung weiter. Im September durch den Panama-Kanal und dann Pazifik, wo auch immer wir dann stranden….

Freut euch auf einpaar schöne Bilder aus Costa Rica, bis dahin liebe Grüße von Kalle und Karin😎

 

8.7.17 Shelter Bay am Eingang zum Panama-Kanal

Regenzeit in Shelter Bay

 

Cuatro Altos Shopping Center

Seid dem 25.6. sind wir jetzt in Shelter Bay. Die Regenzeit hat begonnen, wir haben jeden Tag Gewitter und die beiden letzten Tage hat es viel geregnet und kaum Sonnenschein. Die ersten Reparaturen sind gemacht, der Kühlschrank geht wieder, aber ohne Steuerung, die muß aus Deutschland kommen. Neues Funkgerät und Antenne mit Kabel kam innerhalb von 3 Tagen aus den USA. Jetzt warten wir auf eine Lieferung von SVB, die sind leider nicht so schnell und der Versand wird auch etwas länger dauern. Sobald der Mast etwas abgetrocknet ist muß ich wieder hoch, Das Antennenkabel will nicht in den Mast. die alten Kabel sind im Mast wie verschweißt, auf beiden Seiten abgerissen und verstopfen nun den Kabelkanal. Es donnert schon wieder!!!

Strand gibt es hier leider nicht, gebadet wird im Pool. Hier gibt es ganz gute Reparaturmöglichkeiten, aber sonst ist die Marina sehr abgelegen. Täglich fahren kostenlose Busse in ein Shopping-Center nach Colon, ca. 20km über die beiden ersten Kanalschleusen.

Viele nette und hilfsbereite Leute haben wir hier getroffen. Heute war wieder ein trauriger Tag: Verabschiedung von Mandy und Hans aus Australien. Sie gehen heute durch den Kanal, dann weiter nach Gofito in Costa Rica, wo sie ihren Katamaran nach Australien verschiffen. Wir haben eine Einladung bekommen, müssen nun nur noch hin…

 

23.6.17 Portobelo

Mitlerweile sind wir in Portobelo, 18 sm vorm Panama-Kanal-Eingang, geschichtsträchtiger Ort, aber ein bischen runter gekommen.  Die Ankerbucht sieht mehr wie ein Schiffsfriedhof aus. Hier ist im letzten November zum ersten Mal ein Hurrican vorbei gezogen und mehrere Boote wurden an Land gespült oder sind auf Grund gegangen.

13.6.17 San Blas

Vor Mono Island, laut Navionic ankern wir mitten auf der Insel
in der Gewitternacht kam Wasser in Captains Kleiderschrank und die Bücher wurden naß
Kuna auf dem Rückweg von der Kokusnußernte
Nargana

im Einbaum hoch am Wind

Abendesssen ist gesichert

 

Sind am 9.6.17 nach 53 Stunde im Kuna-Land angekommen. Wind und Strömung waren gegen uns,aber auf besseres Wetter brauchten wir nicht zu warten. Die letzten 3 Wochen waren so und der Wetterbericht für die nächsten 10 Tage sah nicht anders aus. Nach dem wir einem französischen Segler, der 20 Jahre in Deutschland gearbeitet hatte, noch bei der deutschen Rentenstelle zu seinem Recht verholfen hatten, sind wir bei wenig Wind gegen 10 Uhr gestartet. Dann kam eine Gewitternacht, die eine kurze Steile Welle aufbaute. <da wir gegenan mußten ging es ziemlich ruppig zu. Einige Wellen sind in unser mürbes Sprayhod eingeschlagen,so dass wieder ein Riß drinnen war.  Jetzt wird nur noch geklebt, nähen hat keinen Sinn mehr. Zu allem Überfluß hatten wir auch noch Wasser im Schiff, wo nicht sicher war wie es rein gekommen ist, über die Lüfter, vom Ankerkasten oder eine undichte Rumpf-Deck-Verbindung. Es gibt allso wieder was zu tun. Die zweite Nacht war sehr moderat, keine Berufsschifffahrt, keine anderen Segler oder Fischer. Der Kapitän hat nur noch einmal stündlich Rundumblick gemacht, die Segel und den Kurs kontrolliert und sich dann wieder hin gelegt. Die letzten 8 Stunden mußten wir den Motor nehmen, der Wind war fast weg, wir wollten nicht noch eine dritte Nacht dran hängen und durch die Riffs muß man die Sonne im Rücken haben sonst sieht man nichts. Durch die Kreuzerei sind aus ursprünlich 185sm 230 geworden. Wir sind auf Mono-Island rausgekommen und hatten die Ankerbucht ganz für uns alleine. Mittlerweile sind wir 35sm weiter Richtung nordwest gefahren und ankern hinter Nargana,  einer Insel mit einem Kuna-Dorf. Hier hat dann leider ein Blitz im Boot eingeschlagen. Zum Glück ist uns nichts passiert, aber die Elektronik und die Elektrik hat es erwischt. Das Solarpanell und der Regler dazu haben als einziges überlebt. Den Motor können wir durch überbrücken starten. Wir sind noch bei der Bestandsaufnahme. Bug- und Hecklicht gehen wieder und der Inverter läuft jetzt ohne Schaltpaneel. Der Antrieb vom Autopiloten scheint auch überlebt zu haben. Jetzt brauchen wir einen Spezialisten um festzustellen, ob noch andere Bauteile zu retten sind.