Die Türkei

Der historische Stadthafen von Kas
wir ankern gleich hinter der Marina am Ende der geschützten Bucht


Wir ankerten ganz am Ende der gut geschützten Bucht gegenüber der Tankstelle auf 10m Tiefe. Kos hat ein hübsches Zentrum, einen guten Wochenmarkt, ist aber sehr touristisch. Nachdem wir die neuen Wanten angeschlagen hatten ging es auf Tour Richtung Bodrum. Die Zeiten der einsamen Ankerbuchten ist vorbei. Beim Ankern mussten wir uns auch umstellen, oft mit langer Leine zum Land und manchmal sogar mit Fendern zum Nachbarn.

Moana an einer Mooring für 95Euro oder…
….Dinner im Restaurant, kam aber auch nicht besser
wenn die Yacht zu klein ist, muss man 2 Dinghys hinterher ziehen
Mamaris
ankern unterhalb der Burg in Bodrum
gepflegte Gulets im Hafen von Bodrum

Mit Ankerstopps bei Kalkan, in der Aquarium Bay, Mamaris, Serce, Bozburun und Datca ging es mit sehr wenig Wind nach Bodrum, wo wir auf unsere Freunde und Namensvetter Karin und Kalle warteten. Gemeinsam sind wir die nächsten 2 Wochen nach Kreta gesegelt. Nach Besichtigung von Bodrum ging es mit Übernachtungsstopp in Knidos nach Datca zum Ausklarieren aus der Türkei um 13sm später auf Symi in Griechenland einzuklarieren. Nach 9 Jahren sind wir wieder in der EU.

im Stadthafen von Symi





Vom Sueskanal bis in die Türkei

Auf dem Ankerplatz vor Sues, mit ihnen wollten wir durch den Kanal, aber es sollte noch 3 Wochen dauern bis wir unseren Motor wieder flott hatten

Als endlich der starke Nordwestwind nachließ nahmen wir die letzten 140sm nach Sues in Angriff. Bei achterlichen und raumen Winden von 3-16kn mußte ab und zu der Motor mit ran, bis er auf einmal streikte. Er hatte Luft angesaugt, aber wo? Die Dieselpumpe war unreparabel defekt. So mußten wir uns unter Segel bis zu unserem vorgeschriebenen Ankerplatz C1 quälen, nach zweieinhalb Tagen kurz nach Mitternacht fiel dann der Anker vor Sues. Freunde aus unserem Segelverein packten ein Paket mit unseren alten Unterwanten und einer neuen Dieselpumpe, schon nach 3 Tagen war es in Kairo, kam aber bei uns nie an. Wochen später war es zurück in Demmin. Parts4Engine in Großbritanien lieferte uns innerhalb einer Woche eine neue Dieselpumpe und die angebrochene Wante unter stützten wir mit einer hart durchgesetzten Leine. In der Zwischenzeit hatten wir unsere Moana wegen einer Sturmwarnung vor den Sues Yachtclub verholt. Unser Dinghy mit seinen 3,5PS hat uns dorthin geschoben.

Moorings vorm Yachtclub Sues
diese Beiden sind mit dem Privatauto vom Agenten mit uns zum Zoll nach Kairo gefahren um unser Paket auszulösen, aber vergebens.

Am 13.Mai morgens 5:30Uhr, nach 3Wochen Sues, kam der Lotse an Bord und es konnte endlich weiter gehen. Die 42sm nach Ismailia mit dem Großen Bittersee waren unspektakulär, der Motor lief wie am Schnürchen, nur kurz vor Einfahrt in die neue, moderne Marina kam Sturm auf. Wir mußten noch auf die Kanalpolizei warten, die eine Schwimmkette vor der Einfahrt wegnahm. Eine Marina wo man seeseitig eingesperrt wird kannten wir bis dahin auch noch nicht. Nun brauchten wir erst einmal ein paar Tage Urlaub.

unser Lotse auf dem ersten Abschnitt
auf dem Großen Bittersee
die viel zu große Marina Ismailia
der alte Kanal vom Nil zum Großen Bittersee mit 3m Tiefe in Ismailia
das Kanalmuseum

Ein Wochenende in Kairo mit Museumsbesuch, den Pyramiden von Gizeh und einer Nilfahrt waren da genau das Richtige. Anschließend wollten wir mit der Bahn nach Luxor aber es wurden extrem hohe Temperaturen angesagt, so dass wir lieber zum Boot zurück gefahren sind.

Blick von unserem Hotelzimmer

Auf der zweiten Etappe des Sueskanal hatten wir dann einen seltsamen Lotsen, erst nett und dann sollte ich ihn bezahlen weil er die ganze Zeit steuert, dabei darf laut Kanalordnung der Eigner nicht selbst fahren. Er ließ nicht locker bis ich ihm erklärte, ich rufe seinen Chef und den Agenten an und frage nach, dann wollte er, dass wir Freunde bleiben, aber die Stimmung war hin. Das gleiche Theater gab´s als das Lotsenboot ihn am Ausgang zum Mittelmeer abholte, 5 Mann forderten aggressiv Backschis, da waren sie bei mir aber an der falsche Stelle. Um ein Starkwindfeld bei Zypern auszuweichen fuhren wir lange westwärts bevor wir nach Kos in der Türkei abbogen. 80sm vor Kos brachen weite Kardeelen der Unterwante, nun trauten wir nicht mehr zu segeln.

die einzige feste Brücke über den Kanal, zur Zeit wegen Renovierung außer Betrieb
kurz vor Kos, Ankunft in der Türkei bei Sonnenaufgang

Ostern im Roten Meer

Danke Sven für die Berichte.

Nun nochmal ausführlich ab unserem Start in Thailand.

Aufgehalten durch gesundheitliche Probleme des Captains waren wir länger in Thailand als geplant. Am 30.Januar nahmen wir die 1500sm nach Uligamu , im Norden der Malediven, in Angriff. Weil die Inder Militärübungen zwischen den Nicobar Inseln machten sind wir zwischen Sumatra und der südlichsten Nicobar Insel nördlich der Schifffahrtsline durch gefahren. Auf dem Weg dorthin hatten wir dreimal Stellen an denen gegenläufige Strömungen aufeinander trafen. Obwohl nur sehr leichter Wind war brodelte auf einmal das Meer, die Wellen überschlugen sich und wir mußten die Fenster schließen. Wir segelten mit 4,5kn hinein und kamen fast zum Stehen, ganze 0,3kn schafften wir noch. Nach einer halben Meile war der Spuk jeweils wieder vorbei.Gleich hinter der Nicobar Insel sind wir nördlich aus der Frachterlinie rausgesegelt, hatten dort aber viele Fischer, die durch ihr AIS aber gut zu sehen waren.

Segeln mit allem was zur Verfügung stand

Lange mußten wir auf den Nordost-Monsunstrom warten, der mit bis zu 2kn schiebt. Unter sehr leichten Bedingungen ging es ganz entspannt bis kurz vor Sri Lanka, dann kam immer mehr Wind auf und zum Schluß segelten wir mit 2 Reffs im Großsegel und der halb eingerollten Fock. Dann ging unser Inverter kaputt, irgend etwas ist ja immer. Zwei Blitzeinshläge hatte er überstanden doch nun ist seine Zeit abgelaufen, wobei Votronic uns Hoffnung macht auf eine Reparatur. Kurz dachten wir über einen Stopp in Galle, Sri Lanka, nach aber wir waren nicht angemeldet, würden mitten in der Nacht und am Wochenende ankommen. Auch hätten wir uns Sri Lanka gerne angesehen, aber wir sind relativ spät in der Saison um bei günstigen Bedingungen durchs Rote Meer zu kommen, also weiter. Hille und Torsten von der Infinity, die zur Zeit in Galle sind werden uns einen neuen Inverter mit nach Uligamu bringen. Die Nacht im Windschatten von Sri Lanka war herrlich ruhig, das Boot lief wie auf Schienen aber dann wurden wir zwei Tage lang tüchtig durchgeschüttelt. Ohne Großsegel und mit halb eingerolltem kleinen Vorsegel war es halbwegs auszuhalten. Wenn man NOAH, dem amerikanischen Wetterdienst glaubt waren die Wellen 7m hoch und sie kamen sehr kurz hintereinander. Wir waren die eine Welle noch nicht runtergefahren da kam schon die nächste. Die Wellen kamen schräg von hinten und drücken unsere Moana immer wieder aus dem Kurs, der Autopilot mußte Höchstleistungen bringen und verbrauchte entsprechend viel Strom. Als der Wind nachließ war es anfangs auch nicht viel besser bis die Wellen dann langsam kleiner wurden. Die letzten 13 Stunden mußte dann der Motor ran, der Wind war eingeschlafen. Einen kleinen Skipjacktuna hatten wir an der Angel, den ließen wir gleich wieder frei. Später schickte er seinen großen Bruder vorbei, der wurde dann zu einem üppigen Dinner verarbeitet.

Hinter Uligan auf 15m Tiefe den Anker gesetzt, das Boot etwas aufgeräumt und die Sonnenpersennings aufgespannt und dann kam auch schon unser Agent mit 4 Beamten, sie nahmen in der Plicht Platz und los ging es. Unser Agent Asadhulla hatte alles gut vorbereitet, die Formulare waren alle schon ausgefüllt, es wurde kräftig gestempelt, unser Bootsstempel kam gut an, dann noch eine handvoll Unterschriften und schon durften wir für 30 Tage bleiben. Keine 30min und alles war erledigt.

Am Nachmittag des ersten Tages traf sich der Kapitän noch einmal mit Asadhulla, unserm Agenten, um lokales Geld zu tauschen und SIM-Karten zu bekommen. Er wollte eine Willkommensparty mit Dinner am Strand organisieren aber uns war mehr nach ausschlafen. Dafür sind wir 2 Tage später gemeinsam mit anderen Segler und den Einheimischen zu einer unbewohnten Insel zum Schnorcheln und BBQ gefahren. Es gab viele bunte Fische und einen Manta zu sehen, aber das Riff war in einem traurigen Zustand. Beim BBQ gab es mit der Harpune gefangene schmackhafte Fische.

Uligamu ist ein gepflegtes kleines muslimisches Dorf mit einem Bäcker und 2 kleinen Geschäften.

Nach einer Woche ging es weiter nach Dschibuti. Der Tripp verlief unspektakulär, nach 19 Tagen und 1873sm fiel der Anker vor Dschibuti auf 7m Tiefe in den Schlamm. Anfangs saßen wir die Flauten aus weil wir den Diesel für das Piratengebiet aufheben wollten und später hatten wir ausreichend Wind, so kamen wir mit 3 Motorstunden aus. Täglich meldeten wir Standort, Kurs und Geschwindigkeit an MSCIO und UKMTO und fühlten uns die ganze Zeit sicher.

ein iranischer Fischer war 2 Tage lang in unserer Nähe,dann wollte er seiner Besatzung was bieten und stellte sich dicht vor uns in den Weg
am Salzsee

Als wir ankamen war noch Ramadan. Unser Agent organisierte einen Ausflug zum Salzsee und den heißen Quellen, so bekamen wir einen kleinen Einblick vom Land. In der Stadt macht vieles einen runter gekommenen und schmutzigen Eindruck. Es gibt viel Armut, über die Hälfte meiner Mandarinen hatte ich an einem Nachmittag auf dem Rückweg vom Markt an bettelnde Frauen und Kinder verschenkt. Noch einen neuen Laptop und einen Inverter besorgt, der Letzte hatte leider nur 10 Tage gehalten und Proviant gebunkert, dann sollte es weiter gehen. Der direkte Weg, den man nie erreicht, bis Sues sind 1250sm. Wir entschieden uns sehr zeitig zu starten und bis zum Tor der Tränen, dem Eingang zum Roten Meer, in kauf zu nehmen das wir kreuzen mußten um dann im Roten Meer möglichst lange günstige Winde zu haben. Die Taktik ging auf, wir schafften über die Hälfte des Weges mit achterlichen Winden aber dann kam es dicke, Starkwind aus NO. Wir wechselten auf die saudische Seite wo etwas weniger Wind sein sollte und kamen noch bis 24°12N bevor die Kreuzerei gegen Wind, Welle und Strom begann. Gegen Mitternacht, es begann gerade an zu gewittern, forderte uns ein Kriegsschiff auf die Gegend zu verlassen, sie begleiteten uns bis zur 12sm Grenze. Einmal so weit draußen wechselten wir auf die ägyptische Seite und ankerten am nächsten Morgen hinter Wadi Gimal (24°39N 35°09E). Ab jetzt ging nur noch Schönwettersegeln, beide hinteren Unterwanten waren angebrochen. Nächster Stopp Soma Bay (26°51N 33°58E), vor der Kulisse vieler Resortes. Sika, ein einheimischer junger Mann, versorgte uns mit SIM-Karte, Diesel und frischen Lebensmitteln. Ostern verbrachten wir dann weniger romantisch in Marsa Zaytiyah 27°49N 33°35E zwischen Industrieanleger, Militäranlagen, Ölplattformen und ankernden Tankern.

im Roten Meer endlich wieder Fisch gefangen, erst 2 Barracuda, die wir wieder reingesetzt haben weil sie uns nicht schmecken und dann diesen herrlichen Wahoo
Freiwache
böses Erwachen am Morgen am Ankerplatz, 4 Kardeelen gebrochen
feiner Wüstensand, zu früh geputzt, am nächsten Morgen sah es wieder so aus
Marsa Zaytiyah

Rotes Meer

Nach ca. 790 sm haben die beiden Reisenden etwas mehr als die Hälfte der Strecke im Roten Meer geschafft. Nächstes Ziel ist Suez.

Am Anfang hatten sie noch Rückenwind. Annähernd auf halber Strecke hat der Wind, wie vorhergesagt, gedeht und kam dann von vorne. Also begann das kreuzen. Als dann noch auf der westlichen Seite vor der Küste des Sudan sarker Wind angekündigt war, wechselten sie auf die östliche Seite Richtung Saudi-Arabien. Dort war dann so wenig Wind, dass sie den Motor zu Hilfe nehmen mussten.

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Gruß. Sven

Von Puket über Uligan (Maledieven) nach Dschibuti

Hallo,

Nachdem die beiden Reisenden auf den Maledieven angekommen sind, wollte ich euch noch den Rest der Route hier einstellen.

https://brouter.de/brouter-web/#map=5/7.253/88.660/osm-mapnik-german_style&lonlats=98.381243,7.814085;97.272732,7.476643;95.883997,7.120467;93.903197,6.62788;91.95526,6.733597;89.419127,6.56013;86.94459,6.480142;84.666002,6.269223;82.239425,6.036723;79.868933,6.002947;77.653663,6.35389;75.410385,6.699015;72.932739,7.080451

Auf Uligan waren sie nur vom 11.02 bis zum 18.02.25 dann ging es weiter nach Dschibuti in Afrika.

Auf dem Weg dorhin mussten Sie auch am Horn von Afrika vorbei. Wie ihr sicher wisst, war dies lange Zeit eine gefährliche Route, da die Somali früher gerne mal Schiffe gekarpert und die Besatzungen für Lösegeld entführt hatten. Die Sicherheitslage ist heute aufgrund der Militärpräsenz deutlich entspannter. Aber auch die Situation im Jemen ist teilweise etwas unübersichtlich. Die Segler fahren im Golf von Aden, also zwischen Somalia und dem Jemen, in der Mitte des Verkehrstrennungsgebietes und sind so zwischen den großen Schiffen gut geschützt und vom Militär auch gut zu überwachen. Wir hatten uns jedoch dazu entschlossen, während der Überfahrt hier keine öffentlich zugänglichen Positionsdaten bekannt zu geben. Vorsicht ist schließlich besser als Nachsicht…

Da die beiden jetzt schon im Roten Meer, nördlich des Jemen unterwegs sind, habe ich vom Käpten das OK bekommen euch hier ein Update der Routen einzustellen. Nach 20 Tagen auf See mit wenig Wind und platten Wasser (nach Ausage der 1. Offizierin die bisher ruhigste Überfahrt der ganzen Reise) sind Sie am 09.03. sicher in Dschibuti angekommen.

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Von Dschibuti aus ging es am 24.03. weiter ins Rote Meer. Der nächste Stopp wird spontan aufgrund der Windverhätnisse festgelegt. Die längste Zeit des Jahres hat man bei der Fahrt von Süden Richtung Norden Gegenwind. Die kurze Phase mit guten Winden geht gerade zu Ende. Daher versuchen die Zwei jetzt so schnell wie möglich so weit wie möglich nach Norden zu kommen. Wenn der Wind ungünstig steht, fahren sie nach Sawakin im Sudan, bei guten Winden direkt nach Ägypten.

Am Sonntag oder Montag folgt noch ein Update mit der bisher zurückgelegten Strecke im Roten Meer, da heute, mit nur 4 Wegpunkten, noch nicht viel zu sehen wäre…

Bis dahin viele Grüße, Sven

Auf dem Weg zu den Malediven

Hallo,

Karin und Kalle sind nun, nach ca. 1 ½ Jahren pendeln in der Straße von Malakka und der Andaman Sea, auf dem Weg zu den Malediven. Die Strecke beträgt ca. 1.600 sm

Nach ihrem Start am 29.01.25 haben sie Stand gestern Nacht bereits 5 Tagesetappen hinter sich. Mit Etmalen zwischen 70 und 150 sm haben sie bereits rund 545 sm geschaft.

Hier ein kleiner Überblick:

https://brouter.de/brouter-web/#map=5/6.424/90.110/osm-mapnik-german_style&lonlats=98.381243,7.814085;97.272732,7.476643;95.883997,7.120467;93.903197,6.62788;91.95526,6.733597;89.419127,6.56013

Gruß, Sven

Es weihnachtet in Thailand, ein wenig

Man erkennt es daran, viele unserer Nachbarn auf dem Ankerplatz haben sich eine neue Nationale am Heck gegönnt. Unsere ist noch in Ordnung, aber sie ist je länger die Reise ging immer kleiner geworden. Die Gastlandflagge ist ziemlich ausgeweht, die werden wir noch ersetzen.

auf dem Weg von Langkawi nach Phuket
die Saga voraus
5 Tage in der Blue Lagoon Marine, vielleicht gut für Reparaturen, nichts für Langfahrtsegler
Regenzeit, da braut sich was zusammen
James Bond Island
Landpartie auf Ko Yao Yai
15.11.24, Mondaufgang, heute ist er besonders groß

Anfang September haben wir auf Langkawi ausklariert. In 4 Etappen sind wir mit Stopps auf Ko Tarutao, Ko Phetra und Ko Lanta nach Phuket gefahren. Das einklarieren ging wie beim letzten Mal wieder zügig, aber dieses Mal gabs 60 Tage Visum. Jetzt liegen bereits 30 Tage Verlängerung und ein Visa Run, bei dem wir für eine Stunde in Myanmar waren und es wieder 60 Tage gab hinter uns.

Wir besuchten eine Reihe Ankerbuchten, die uns im letzten Jahr gut gefielen und natürlich auch einige neue Ecken. Die längste Zeit hielten wir uns in der Gegend von Chalong auf. Es stehen noch ein paar Wartungsarbeiten am Wassermacher, Motorölwechsel und ähnliches an bevor wir uns auf den Absprung Mitte Januar Richtung Malediven vorbereiten. Im April wollen wir dann in der Türkei oder Griechenland sein.

vorm Einkaufscenter in Chalong

Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und gleich noch einen guten Rutsch ins neue Jahr

wieder Langkawi

Obwohl wir hier auf Langkawi mehr oder weniger rumtrödeln, die Natur genießen, die Seeadler, die allgegenwärtigen Affen und vieles andere beobachten vergeht die Zeit wie im Fluge. Unser 90-tägies Visa für Malaysia ist fast abgelaufen. Wir beschließen 30sm nach Ko Liepe, einer kleinen hübschen thailändischen Insel zu segeln und nach 8 Tagen wieder neu auf Langkawi einzuklarieren, dann gibt es wieder ein 90-Tage Touristenvisa. Auf Ko Liepe angekommen stellen wir fest, dass Immigration und Zoll geschlossen sind, keine Saison mehr, die Personenfähre von Langkawi hier her ist eingestellt und die Beamten abgezogen.

Ko Liepe, hübsche Touristeninsel

Nach zwei schönen Spaziergängen sind wir nach Satun auf dem Festland gesegelt, haben dabei eine Nacht im Norden von Langkawi geankert und am nächsten Tag im Fluß vor dem Zoll von Satun geankert. Die letzten Meilen vor der Einfahrt in den Fluß sind sehr flach, so dass wir trotz unseres geringen Tiefgangs von 1,60m nur bei Hochwasser einlaufen können. Hier geht man keinen Meter zu Fuß, sondern fährt mit dem Motorradtaxi für ganz kleines Geld. Alle sind sehr freundlich und An- und Abmelden brauchte zwar seine Zeit, funktionierte aber reibungslos. Wir ankerten dann 3 Nächte draußen in der Bucht, im Fluß war es uns mit den vielen Longtails zu laut.

Ankern mitten im Fluß vor dem Zoll von Satun
auf Langkawi sind die Boot gepflegt, hier müssen sie funktionieren

Zurück auf Langkawi haben wir nach dem Anmelden eine größere Einkaufstour gemacht bevor zum Ankern zur Pulau Singa Besar gefahren sind.

das Obst wird für 2 Wochen reichen, die Einweggläser stehen auch schon bereit, das Fleisch wird aber erst in der Ankerbucht verarbeitet.

Dort ist das Wasser recht sauber und durch die Tiede strömt es etwas, ideal um das Boot von unten zu putzen. Zuerst blockiert immer das Rädchen vom Geschwindigkeitsgeber, der Rumpf sah noch gut aus, aber Wassereinlässe am Saildrive für die Motorkühlung und der Propeller waren stark mit Muscheln bewachsen. Die Vorder- und Unterkante vom Kiel waren blank, hatten Dank des Fischers der uns mit seinem Netz eingefangen hattet aber auch kein Antifouling mehr drauf.

unser kleiner Kompressor mit ca. 15m Schlauch, ideal um den Rumpf von Muscheln zu befreien
gefangen, in der Nacht hat der Fischer zwischen den ankernden Yachten sein Netz ausgelegt, aber nicht beachtet, dass es nach dem Hochwasser in der anderen Richtung strömt.
er muß noch etwas üben, 3x hatte er sein Netz im Propeller und jedes mal das Messer genommen.
Dann auch das noch, der Träger vom Solarpanel gebrochen. Unsere beiden Freunde von der Saga kamen auf dem Rückweg ihrer Paddeltour zum Schnattern bei uns vorbei und Thomas entdeckte es. Eine Werft hat es mir wieder geschweißt und das Schönste es hat nichts gekoscht, würden meine ehemaligen württembergischen Kollegen sagen.

Wir sind mitten im Südwestmonsun, der Regenzeit, trotzdem hat es vor kurzem eine Woche lang nicht geregnet, aber im Moment haben wir täglich Regenschauer und Gewitter.

Ausflug von Telaga zur SkyBridge, vor der linken kleinen Insel liegt unsere Moana
die Aussichtsplattform im Hintergrund hat einen Glasboden
Sicherheit der Touristen zuerst: Baden nur mit Schwimmweste, nur innerhalb des Netzes und dann passt er im kleinen Motorboot noch auf
Pulau Singa Besar
der Tag neigt sich dem Ende

Visa abgelaufen, auf nach Langkawi

Am 29.Februar haben wir in Chalong Richtung Langkawi ausklariert. In 6 kurzen Tagestörns mit Stopps auf Ke Yao Yai, Ko Lanta, Ko Libong, Ko Petra und Ko Tarutao sind wir bei wenig Wind gesegelt. Am Abend es 2. Tages haben wir Regina und Günter mit ihrer Angel Wings getroffen. Mit ihnen sind wir dann bis Lankawi zusammen geblieben. Es war eine ruhige, gemütliche Tour, nur beim Ankern hinter Ko Phetra hat uns ein Gewitter erwischt und wir lagen plötzlich für 2 Stunden auf Legerwall.

Schlafplatz mit der Angel Wings hinter Ko Phetra, der Wind hat schon etwas gedreht, wenn der Anker im anschließenden Gewitter nicht gehalten hätte, müsste alles ganz schnell gehen um icht an den Felsen im Hintergrund zu zerschellen
nachts wieder die Fischer, dieses Mal die Kleinen mit ihrem grünen Licht
die Saga ankert kurz vor Kuah, seid Neuseeland nicht mehr gesehen aber Dank Marinr Traffic und WhatsApp nie aus dem Auge verloren
Der Seeadler begrüßt uns wieder

Für Technikinteressierte, die Anderen den Absatz bitte überspringen.

In Neuseeland sind wir mit unseren Servicebatterien auf Lithiumeisenphosphatbatterien umgestiegen. Mit 3x 110Ah haben wir jetzt besser Strom zur Verfügung als vorher mit 385Ah Tiefzyklusbatterien. Der Ladestrom geht zuerst zur Starterbatterie und von da aus über einen B-2-B-Lader zur Servicebatterie, mehr hatten wir nicht verändert. Die Batterien waren sehr schnell wieder voll, die Lichtmaschine lief jetzt oft volle Pulle oder wie im Standbay. Es funktionierte hervorragend bis wir dem Äquator immer näher kamen. Im Motorraum wurde es immer wärmer und ich bekam Angst um die Lichtmaschine- um sie nicht so zu quälen, stellte ich den B-2-B- Regler auf 50% ein, trotzdem hat sie in Phuket den Geist aufgegeben, seitdem diente sie nur noch als Keilriemenspanner. Nur mit Solar haben wir ausreichend Strom zur Verfügung, aber es mußte nun endlich in Ordnung gebracht werden. Wir sind jetzt auf Balmar umgestiegen, die Lichtmaschine soll lange hohe Leistungen und auch höhere Temperaturen aushalten, sie hat einen externen Regler und eine Temperaturüberwachung, außerdem hat sie 100A statt vorher 60A. Leider passt das Balmarsystem nicht mit meinem alten Volvo zusammen. Ich mußte mir Hilfe holen, aber auch der Elektriker hat es erst im 2. Anlauf mit einem Relais geschafft.

Er will scheinbar mit seinem Elektrobike auch mal weit fahren, unten zusätzliche Batterien und darüben einen Stromgenerator, Hybrid andersrum

Ein Tag den man wirklich nicht braucht und nur schnell vergessen kann.

Nach 2 faulen Tagen in einer schönen Bucht segeln wir zurück zum Yachtclub. Beim Genua setzen haute uns eine Böe rein und ich bekam die Reffleine zu spät zu fassen. Nach 8sm vorm Yachtclub lässt sich das Vorsegel nicht einrollen, etwas Gewalt, keine gute Idee, eine Umlenkrolle bricht aus, genau gegen das Schienbein, autsch… Schnell das Segel provisorisch eingerollt und festgebunden, rein in den Stand, Boot angebunden, Bier holen für den Manöverschluck, auf dem Weg zum Kühlschrank höre ich die Druckwasserpumpe laufen. Tank Leer? Kann eigentlich nicht sein, doch, auf den 2. Tank umgeschaltet, Wasserhahn auf zu auf zu zum Entlüften, die Pumpe schaltet nicht ab. Hängt der Druckschalter? Nein. Böser Verdacht, die Bodenbretter hoch, da steht das Wasser bis zur Oberkante. Das Wasser abpumpen , den Rest auswischen, einen Teil des Werkzeugs zum Trocknen auf dem Boot ausbreiten und erstmal Schluß. Kurz vor Mitternacht noch schnell ein Bier und duschen, dann in die Koje, das Abendbrot ist ausgefallen.

Am nächsten Morgen kam der Elektriker. Er hat ein paar Kabel umgeklemmt, damit ist die Ladekontrolle am Panell abgeschaltet und so lange der Drehzahlmesser funktioniert lädt auch die Lichtmaschine, alles Andere zeigt der Regler an. Danach gings an mein Wassersytem. der Fehler war schnell gefunden, der Warmwasserschlauch zur Pantry war an einer Stelle wo er durch einen Spant geführt wird geplatzt. Ein neuer Schlauch war schnell besorgt. Die Taxis sind hier sehr günstig, nur bekam ich fast Erfrierungen so kalt hatte er die Klimaanlage gestellt. Auf dem Boot zurück mußte einiges demontiert werden um den neuen Schlauch zu verlegen. Der Schweiß tropfte in die Brille und floß in Strömen. 2 Shirts waren im Nu klatschnaß.

der Übeltäter

Nun ist alles wieder in Ordnung schon fast vergessen. Wir liegen den 2. Tag hinter einer kleinen Insel, nicht sehr ruhig, am Tage kommen viele Jetski vorbei und abends schalt Discomusik herüber. Obwohl wir keine großen Marinafans sind gehen wir morgen für 2-3 Tage in die Rebak Marina die Besatzungen der Infinity und der Angel Wings verabschieden, beide fliegen demnächst nach Deutschland. Die Marina liegt sehr idyllisch und super geschützt auf der gleichnamigen Insel.

Rebak Marina, idyllisch gelegen, sehr gechützt, nur ein Tsunami ist ihr mal zum Verhängnis geworden