19.6.18 jetzt ankern wir vor Pakokota im Fakarava-Atoll

Mit dem Flugzeug kam in Makemo frisches Gemüse, so hatten wir nach langer Zeit Tomaten, Gurken, Rotkohl und Äpfel. Dazu noch eine tiefgefrorene Lammkeule aus Neuseeland und uns ging`s richtig gut. Dann sind wir 19sm durchs Atoll Richtung Westen nur mit Genua gesegelt. Obwohl wir immer schön im tiefblauen Wasser gesegelt sind, mußte wir höllisch aufpassen. Viele Korallenriffe waren in der Seekarte verzeichnet, aber es gab deutlich mehr, besonders die ganz kleinen, die gut einen Meter unter der Wasseroberfläche lagen , waren ohne Sonne oder bei Sonne von vorne sehr schlecht zu sehen. Auf dem halben Weg zum Nord-Pass haben wir Schluß gemacht. Wir liegen hinter einem weit ins Atoll reichenden Riff super geschützt, aber es ist sowieso Flaute. Neben uns liegt ein französischer Einhandsegler, ein Urvieh, er lebt scheinbar hauptsächlich von Fisch und Hühnern, die er auf den Marquesas mitgenommen hat. Den Fisch harpuniert er am Riff, die Hühner sind auf der Motu in einem Unterstand angebunden. Als wir die Insel erkundeten hat er gerade einen blauen Papageienfisch auf Kokosnüssen und Palmenblätter gegrillt. Wir haben gekostet, es hat köstlich geschmeckt. Nach dem Ausflug haben wir gebadet und ich habe nur mal kurz nach unserem Anker tauchen wollen, da habe ich meinen ersten Mantarochen gesehen, ein prachtvolles Exemplar, er schwamm unter mir durch, bemerkte mich und kam im weiten Bogen zurück um mich zu beäugen. Leider hat er nicht gewartet bis ich meine Kamera geholt hatte.

er auf der Saling sieht man die Korallenköpfe am besten

im Süden von Fakaravaangekommen wartet schon unser schweizer Freund Franz an der Mooring auf uns
Dinghytreffen

die Unterwasserwelt

Schwarzspitzriffhaieder Zackenbarsch wurde abends in der Pizzeriavom Licht angezogen

Am 5.6.18 morgens gegen 8 Uhr sind wir nach Fakarava aufgebrochen. Gegen 10 Uhr waren wir am Nordpass, es sollte kurz nach Hochwasser sein, aber es hat uns mit 11kn hinausgespült. Wegen der Korallenköpfe sind wir im Atoll nur mit Genua gesegelt, danach raumschots 3 Stunden mit Fock und Groß und den Rest des Weges Schmetterling mit den beiden ausgebaumten Vorsegeln.Wir sind zügig voran gekommen. Morgen gegen 4 Uhr waren wir, nach Durchzug eines Squalls, 8sm vorm Südpass von Fakarava, durch den wir gegen 10 Uhr kurz nach Niedrigwasser gehen wollten. Also haben wir die Segel weggenommen, das Ruder hart Steuerbord belegt und sind schlafen gegangen. Die rund 100sm sind schnell vergangen. Wir hatten Glück, eine Mooring war frei und Franz von der Kyory hat schon mit dem Dinghy auf uns gewartet.

Im Paradies angekommen? Ich glaube schon, herrliche Landschaft und Schnorcheltouren die man mit Worten kaum beschreiben kann. Vormittags, bei einströmenden Wasser sind wir mit den Dinghys durch den Pass rausgefahren und haben uns reintreiben lassen. Die Korallenlandschaft ist faszinierend und die Vielfalt der Fische ist beeindruckend. Dazu kommt im Juni noch ein besonderes Highlight: 18000 Zackenbarsche kommen zum Laichen und ihnen folgen 700 Haie. Darüber wurde ein interessanter Dokumentarfilm gedreht. Spätestens seid dem ist Fakarava kein Geheimtipp mehr.

Als der Wetterbericht durchwachsenes Wetter vorher sagte sind wir im Atoll 6,5sm weiter in die südöstlichste Ecke, nach Hirifa gefahren. Ein hübsches Fleckchen mit einer kleinen Bar und sehr gut geschützt bei den vorherrschenden Winden. In der Bar sind die kalten Getränke meist gerade ausgegangen und Essen muß am Tag zuvor bestellt werden, aber dann klappt alles prima. Das Dinner war sehr lecker und die Wirtin super nett, aber das sind alle hier.

Gestern snd wir dann bei  8kn Winde die 19sm nach Pakokota. Bei schönem Sonnenschein sind wir nach gut 4 Stunden angekommen. Wir brauchten nur selten die Schoten etwas dichter holen oder zu fieren. Dass es hier das beste Internet der ganzen Tuamotus geben so hat sich rumgesprochen. Wir sind das zwanzigste Boot. Wenn alle auf einmal im Netz sind wird es doch sehr langsam.

 

31.05.18 mal wieder Internet

Nachdem Durchzug eines stärkeren Windfeldes sind wir am 9.5.18 Richtung Nordwest gestartet. Das Ziel sollte Hao oder Amunu sein., beides ca. 470sm entfernten. Hao steht für gutes Internet, Einkaufsmöglichkeiten und einem riesigen Flugplatz, der früher für die Spaceshuttel als Notlandeplatz ausgebaut wurde, Amanu für schöne Natur.

Am ersten Tag stand noch eine recht hohe See, aber dann wurde es eine entspannte Überfahrt. Mit dem Tagesanbruch nach der ersten Nacht haben wir die Angel ausgeworfen und prombt einenüber einen Meter langen Wahoo dran gehabt. Er reichte für drei üppige Mahlzeiten. Aber Scheiße! In der dritten Nacht verstopfte das Klo, obwohl bei uns niemals Papier oder anderes reingeworfen wird. Die dicken Abwasserschläuche waren bis auf 10mm zugewachsen. Alles ausbauen, sauber machen und wieder einbauen. Die Ablagerungen waren wie Beton. Um Mitternacht haben wir mit der Aktion begonnen und gegen 4 Uhr, es dämmerte bereit war alles erledigt. Auch so kann man eine Nacht rumbekommen.

Erst ganz zum Schluß fiel die Entscheidung für Amanu. Vor dem Atoll lag ein Versorgungsschiff, der Pass ist für ihn zu schmal. Wir waren etwas zu früh, es strömte noch herraus, mit mehr Gas und etwas geschaukel kamen wir aber gut rein. An der engsten Stelle machten wir 7kn durchs Wasser und 1,5 über Grund, obwohl die spärkste Strömung 4kn sein sollte.

Wir ankerten direkt neben dem Ort, der kleine Hafen war uns zu flach. Als wir nach 2 Tagen weg wollten weil stärkerer Wind aus Ost kommen sollte bekamen wir den Anker nicht hoch. Er hatte sich mehrmals in über 20m Tiefe um eine Koralle gewickelt. Sachte linksherrum und rechtsherrum, mit etwas mehr Gas und mit der Winsch kräftig Kette holen hat nichts gebracht, außer eine kaputte Ankerwinde. Wir sind dann mit dem Dinghy zu zwei Katamaranen im Hafen gefahren, auf dem Ersten lebte ein Franzose in unserem Alter mit seiner polynesischen Frau. Er klärte uns, dass er nicht mehr fit genug sei um zu helfen, aber er wird zwei kräftige junge Männer besorgen. Auf dem Zweiten war ein junger Franzose mit seiner Freundin aus San Franzisco, sie waren sofort bereit zu helfen und wir verabredeten für den nächsten Morgen. Tauchen bis 20m Tiefe ist kein Problem für sie, aber wahrscheinlich nicht nötig. Am nächsten Morgen, pünktlich 8 Uhr kamen unsere vier Helfer mit Ihrem Dinghy, kurzer Schlachtplan, dann zwei Mann aufs Vorschiff, die beiden Taucher ins Wasser und der Käpten ans Ruder. Nach 20min. War der Anker frei und die Vier hatten sich den Bacardi und die Flasche Rotwein redlich verdient. Vielen Dank mochmals.

unsere Retter

diese Kugeln aus hartem Kunststoff gehen ständig bei den Perlenzüchtern verloren und werden überall angespült, sie kommen in Zukunft an die Ankerkette und halten sie von den Korallen frei

es krabbelt überall

diese Palmen scheinen es auf dem kargen Boden geschaft zuhaben

2 Wochen später sind wir dann zum 190sm entfernten Makemo-Atoll aufgebrochen. Der Pazific war sehr glatt, es war eine zu ruhige Überfahrt, ab und zu mußten wir den Motor starten. Jetzt liegen wir 300m westlich vom Kai auf 9m vor Anker. Heute ist ein Flugzeug gekommen, der frisches Obst und Gemüse mitgebracht haben soll. Mal sehen was bekommen.

1.Mai – Tag der Arbeit

Aber wir sind eher faul, heute Morgen mit dem Dinghy Müll weggebracht und Trinkwasser geholt, etwas im Netz gesurft, noch ein paar Stiche am UV-Schutz der Fock und am Abend sind wir bei Heinz, einem 77jährigen Einhandsegler eingeladen. Er ist auf der harten Route über Patagonien und die Osterinseln gekommen. Wir wollten schon in den Tuamotos sein, aber eine Entzündung durch Strebtokoggen am Handgelenk des Käptens hat uns aufgehalten. Am Donnerstag ist noch mal Kontrolle beim Arzt und dann soll es weiter gehen, sofern endlich wieder Wind kommt. Wir haben hier seit Tagen Flaute, aber am Wochenende soll der Wind erst aus der falschen Richtung kommen und ab Montag oder Dienstag könnte es passen. Zum Mt. Mokoto war ich inzwischen auch. Sonntags morgen 7 Uhr, als es noch kühl war bin ich gestartet, halb neun war oben Picknick mit einer wunderschönen Aussicht.

 

Ein paar Tage nach Taravai

Nach einer Woche Mangareva wurde es Zeit etwas anderes zu tun. Wir sind mit der MIDO, Michael und Doris aus Spremberg und der Kyory mit dem Schweizer Franz und seiner Tochter Sandra zur 6sm entfernten Insel Taravai gefahren, auf dem Weg haben wir den Autopiloten und die anderen Instrumente nochmal neu kalibriert, sind dann nur mit Vorsegel etwas gesegelt und zum Schluß vorsichtig mit dem Motor durch die Korallen zum Ankerplatz. Von den einstmals 1000 Inselbewohner leben heute keine zehn mehr dauerhaft auf Taravai. Michael, der schon einen Tag vorher rüber gefahren war, versorgte uns gleich nach Ankunft mit frischem Obst. Nachmittags sind wir schnorcheln gegangen. Am nächsten Tag haben wir ein BBQ mit der polynesischen Familie Vallery und Herne mit ihrem kleinen Sohn Ariki gemacht. Ihre pölynesische Gastfreundschaft und Großherzigkeit war überwältigend. Herne und Michael, der hier schon fest dazu gehört sind mit ihren Harpunen fischen gegangen. Es gibt noch einen einzigen Fisch in der Lagune den man essen kann, alle Anderen haben Ciguatera, eine Fischkrankheit, die den Fischen nicht schadet aber für den Menschen gefährlich werden kann. Jeder hat etwas zubereitet und mitgebracht und so wurde es ein unvergeßlicher Tag. Da unser Ankerplatz immer rolliger wurde haben wir uns die nächsten beiden Nächte an der Südseite von Taravai hinter der Insel Agakauitai versteckt. Hier war das Wasser glatt, nur der Wind pfiff zwischem den Inseln durch. Auch wenn das Wasser durch Wind, Wellen und Strömung nicht ganz so klar war, war das Schnorcheln hier bisher am schönsten. Sehr viele verschiedene bunte Fische, die nicht sehr scheu sind und ein recht gutes Korallenriff. Leider mußten die Korallen beim letzten El Nino der zulange, viel zu warmes Wasser brachte stark leiden.

Mangareva, die Hauptinsel

auf dem Schulhof, die Flaggen von Gambier, Frankreich und Frazösisch Polynesien

Unterricht wird auch draußen gemacht

Gewusel am Anleger wenn das Versorgungsschiff da ist

TO-Stützpunkt in Wohn-u.Schlafzimmer vom mitlerweile 80-jährigen Fritz, einem ehemaligen FremdenlegionärÜber den kleinen Bergrücken zur anderen Inselseite, wo der größte Teil der Perlenzüchter zuhause ist

die beiden höchsten Gipfel von Mangareva, nur wer da oben war, war wirklich in Gambier

 

Mangareva ist die größte Insel des Archipels und die einzige auf der Autos fahren, was wir noch erkunden müssen. Die Menschen sind sehr nett, jeder grüßt jeden, die Preise in den Geschäften sind sehr hoch, bis auf ein paar Grundnahrungsmittel die staatlich gestützt sind, aber von den Einheimischen bekommst du Pampelmusen geschenkt, der Tischler will kein Geld für das Sperrholz und den Zuschnitt. Das Dinghy kannst du überall anbinden, sichern tut es keiner, hier kommt nichts weg. Den Menschen scheint es durch die Zucht der berühmten schwarzen Perlen recht gut zu gehen. Zweimal die Woche kommt ein Flugzeug aus Papete und alle 4 Wochen ein Versorgungsschiff.

Puntarenas – Mangareva 1.2.-7.3.18

7 Tage kam er jeden Abend

Squall von hinten, keiner weis wieviel Wind drinnen steckt, aber dieser ist recht hoch

ab jetzt auf der banderen Seite der Kugel
schlecht gelebt haben wir nicht

 

Backtag

Waschtag

beim Segelmacher
ab dem Äquator haben noch 3 chinesische Fischer getroffen, sonst nichts

angekommen, Anker sitzt mit 50m Kette auf 13m, etwas aufgeklart, Manöverschluck

 

 

Jetzt wieder wir selbst.

Vorab, vielen Dank an Sven für die Berichterstattung und unserem Freund Kalle für das Wetterrouting.

Wir sind mit einem verheißungsvollen Wetterbericht gestartet. Die Taktik war: erst nordwest laufen um in den Windgürtel, der von Nicaragua Richtung südwest bläst, zu kommen , mit ihm bis zum Äquator und dann direkt in den Südostpassat zu kommen. Aber wir sind entweder zu weit südlich gefahren oder der Wind hat nicht durchgehalten. Jedenfalls sind wir in ein großes Calmemgebiet geraten. Nach einer Woche waren wir unserem Ziel nur 570sm näher gekommen und hatten von unseren 265l Diesel schon fast 100l verbraten. Kurzzeitig hatten wir darüber nachgedacht Galapagos anzulaufen, um Diesel, frisches Obst und Gemüse zu bunkern, aber laut Aussagen anderer Segler ist es viel zu teuer, nicht mehr schön und Einklarieren sehr aufwendig. Also weiter, teilweise mit 2kn über Grund, da auch der Äquatoriale Gegenstrom noch wirkte.

Manche Tage war Frühstück vorbereiten oder abwaschen eine sportliche Herausforderung und wir kamen dabei ordentlich ins Schwitzen. Sonst verliefen die Tage recht ereignislos.

Der anfänglich starke Schiffsverkehr lies immer mehr nach. Wir durchquerten eine der abgelegensten Ecke der Welt. Der Autopilot verrichtete seine Aufgabe zur Zufriedenheit und die Nachtwache machte immer größere Pausen. Sternegucken war angesagt, das Kreuz des Südens kam allmählich immer höher.

Unser Schlafgast, die Möwe, hatte uns nach einer Woche verlassen.

Am 13.2 kurz vor 12 Uhr mittags überquerten wir den Äquator, was mit einem guten Schluck Rum gewürdigt wurde. Nun schob uns der Südäquartorialstrom mit etwas mehr als einem Knoten und die Nächte wurden durch das recht kalte Wasser kühl. Wir brauchten nach Monaten zum ersten Mal wieder eine dünne Zudecke zum Schlafen. Jetzt hatten wir stetigen Wind aus südlichen Richtungen mit 5-12 kn und schoben bei 4-6 kn über Grund gut Lage. Für besondere Anlässe, wie Tunfischessen, sind wir 20 Grad abgefallen und haben das Vorsegel weggenommen. Am 20. Tag hatten wir von den geplanten 3600sm die Hälfte geschafft, aber schon 2000sm durch kreuzen und den Versuch besseren Wind zu finden zurückgelegt.

Am 23.2., wir hatten gerade Waschtag, fing der Antrieb vom Autopiloten an fürchterliche Geräusche zu machen. Die hintere Backskiste mußte ausgeräumt werden, in der Plicht konnte man kaum noch treten. Nach einer Stunde Handsteuern war der neue Antrieb eingebaut und alles ging wieder seinen gewohnten Gang. So schien es. 4 Tage später fuhren wir kurz nach dem dunkel werden in ein aufgegebenes Treibnetz. Ein undefinierbares Geräusch und wir fuhren statt 5kn nur noch knapp Einen. Nach einer Stunde Halsen, Wenden und das Boot in den Wind stellen und rückwärts sacken lassen waren wir wieder frei. In der gleichen Nacht bekamen wir unseren ersten Starkwind seid dem Start vor 20 Monaten. Drei Tage 20-25 kn Wind, in Böen bis 30kn.Es zeigte sich, das der Autopilot nach steuerbord nur 10 Grad lenkte. Nach dem Einbau des neuen Antriebes brauchte er ein neues Setup, das Problem war nur: es beginnt mit einer Fahrt in glattem Wasser. Nach vielen Versuchen konnten wir das Lenkverhalten verbessern und er versah seinen Dienst wieder leidlich. Bei der Bordfrau lagen die Nerven blank, sie wollte absteigen, obwohl wir uns nie in einer gefährlichen Situation befanden. Anschließend hatten wir wieder entspanntes Passatsegeln,

und wurden immer besser beim Ausweichen vor den Squalls, bis eine breite Gewitterfront kam, die wir nur erdulden konnten. Großsegel weg, Fock auf ein viertel und abwarten. Aber es kam sehr hart, es war noch zu viel Vorsegel und bei den starken Winddrehern hat die schlagende Schot steuerbord 2 Fenster zerschlagen. Ein paar Tage später hat es uns bei wenig Wind auch noch das Großsegel zerrissen. Es war eine Naht querrüber auf gerissen und bei genauerem Betrachten zeigte sich, dass auch im Bereich der Schothörner das Segel mürbe ist. Wir sind halt mit einem alten Segel losgefahren. Rainer, der Segelmacher aus Portobelo hatte leider nicht Recht, dass wir mit ihm problemlos bis Neuseeland kommen.

So sind wir nach 34 Tagen und 3800sm etwas gerupft, aber glücklich auf den Gambier-Inseln angekommen.

30.1.18 Lange nichts geschrieben, immer noch Costa Rica

in der Orchideenfarm

Costa Rica Yachtclub

Brüllaffen hinter Rene`s Haus

 

Vulcan Irazu

Weihnachten haben wir im Kreise der Familie verbracht und Silvester sind wir mit dem Boot zur Marina in Los Suenos gesegelt, wo wir mit Bekannten gefeiert haben.

Moana stand 2 Wochen hoch und trocken im Yachtclub. Neue Saildrive-Abdeckung angebracht, neue Geber für Tiefe und Speed eingebaut, Schrammen übertüncht, Rumpf poliert , Unterwasseranstrich erneuert und viele Kleinigkeit erledigt. Es ist teilweise richtig in Arbeit ausgeartet. Ach ja neues Radar aufgebaut, beim Alten war durch den Blitzschlag ein Elektronikbaustein regelrecht explodiert. Das Teil hätte sicherlich um die 10 Dollar gekostet, aber Lowrance war nicht in der Lage es zu liefern, auch die gesamte Platine war nicht möglich. Wir sollten das Radar mit Kaufbeleg zur Reparatur einschicken, es durfte aber nicht älter sein als fünf Jahre. Kaufbeleg hatte ich natürlich nicht mehr und es war ca. 5 Jahre alt und für diese Nutzungszeit weden sie produziert, dann ist Schluß.  Statt Hilfe haben wir nach der ersten Antwort eine automatisch Mail bekommen: „Bewerten Sie unseren Service“. Das haben wir dann gemacht.😀

Wir haben eine Reihe Ausflüge zu Wasser und an Land gemacht. Unter Anderem waren wir auf dem Vulkan Irazu. Bei 8Grad in 3400m Höhe haben wir nach lange Zeit mal wieder gefröstelt und es lag nicht an der Klimaanlage.

Nun wird es langsam Zeit weiter zu ziehen, Besuch wird schließlich nach mehr als 3 Tagen lästig und bei uns ist es inzwischen ein halbes Jahr.

Sonnabend haben wir in San Jose Großeinkauf gemacht, zum Schluß war das Auto so voll, dass wir die Benzinkanister nicht mehr kaufen konnten. Moana liegt jetzt so tief im Wasser wie noch nie, aber ein bischen Saft und Wein geht noch unter die Bodenbretter und das frische Obst und Gemüse fehlen auch noch. Die Bugkammer ist Lagerraum geworden.

Wenn die neuen Seekarten da sind, wird ausklariert und es geht auf die knapp 4000sm zu den Gambier-Inseln. Sollte der Wind nicht mitspielen werden es die Marquesas, ist die selbe Entfernung. Die Gambier-Inseln erscheinen uns interessanter und man liegt nach 4-5 Wochen segeln in einem geschützten Atoll und nicht im Schwell. Schlafen ohne Gewackel ist dann bestimmt auch mal wieder schön.

Voraussichtlich am Donnerstag, den 1. Februar, wollen wir starten. Wir melden uns wenn wir angekommen sind und wieder Wifi haben. In der Zwischenzeit wird Sven ab und zu einen Standort auf dem Blog durch geben.

Bleibt alle schön gesund, wir sind oft in Gedanken bei euch und freuen uns auf ein Wiedersehen irgendwann…..

 

 

Adventszeit in Costa Rica

    Enkelin mit Papa
autsch, wieder eine Böe

 

San Juan del Sur Nicaragua

 

3Tage wurde Maria Empfängnis gefeiert, mit Böllern wie zu Sylvester

Granada am Nicaraguasee

 

Vulkane am Nicaraguasee

der Weihnachtsmann ist schon in Nicaragua

Im Bus auf dem Rückweg von Manuel Antonio

Jetzt sind wir schon über 2 Monate hier, das heißt wir wohnen in Miramar bei Rene und das Boot liegt am Schwimmponton im Costa Rica Yachtclub in Puntarenas. Wir haben viel gesehen und hatten Besuch aus Deutschland. Wir waren segeln, mal ganz anders , mit Lasern, lag um die 10x im Wasser, hat riesen Spaß gemacht.

In Nicaragua waren wir auf dem Landweg. San Juan del Sur ist ein schöner Badeort, der historische Stadtkern von Granada hat uns gut gefallen und die Vulkane sind beeindruckend.

Weil uns Manuel Antonio und der Nationalpark so gut gefallen hat, sind wir  mit Andrea und Gunner, Karins Schwester mit ihrem Partner, noch einmal hin.

Zwischendurch habe ich auf dem Boot das Bad gestrichen,  den Wassermacher überholt, die Löcher vom alten Autopiloten zu laminiert und viele kleine andere kleine Reparaturen erledigt.

Inzwischen ist es immer weihnachtlicher geworden, nur an den Temperaturen haben wir nicht bemerkt, dass heute Winteranfang ist.   Unseren Hochzeitstag haben wir in diesem Jahr gleich beide vergessen, wurden aber von meiner Schwester noch rechtzeitig daran erinnert.

All unseren Lesern in frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

 

12-16.10.17 Golfito -Puntarenas

Bahia Herradura

IslaCedros

 

 

 

Wir haben in der Banana Bay Marina noch Trinkwasser gebunkert und Diesel getankt und dann sind wir nachmittags los. Wir lagen direkt gegenüber der Dieselzapfstelle, aber es war nicht so einfach. Für unsere paar Liter und den dünnen Tankstutzen konnte die Pumpe nicht angestellt werden. Wir mußten auf Niedrigwasser warten und dann wurde mit Hilfe des Gefälles getankt. Die 150sm konnten wir endlich mal fast komplett segeln, es lief so gut, dass wir viel zu früh ankamen. Der Anker fiel morgens gegen 3 Uhr. Nachmittags sind wir mit unseren beiden Enkeltöchtern 21sm zur Isla Cedros gesegelt, wo wir herrlich ruhig vor Anker übernachtet haben. Am nächsten Tag haben wir die Mädchen in Caldera am Strand den Eltern übergeben und sind anschließend zur Isla San Lucas gesegelt. Zum Schluß ging der Wind weg und der Tiedenstrom brachte uns zum Stehen, also die letzten 3sm motoren. Am Montag sind wir dann mit dem Mittagshochwasser zum Puntarenas Yachtclub gefahren. Die Zufahrt ist nur bei Hochwasser möglich. Wir liegen jetzt für längere Zeit an einem Ponton, bei Niedrigwasser schwimmen wir gerade noch. Jetzt haben wir erst einmal Karins Geburtstag gefeiert und werden es die nächste Zeit ruhig angehen lassen.

1.-10.10.17 Pamama-City- Golfito

Die Nacht war an der Mooring sehr unruhig, am Sonntag haben wir mit Rene noch einen Bummel durch die Altstadt von PanamCity gemacht und waren ein bisschen einkaufen, bevor er dann zum Flughafen gefahren ist. Wir haben alles aufgeräumt und sind gegen fünf Uhr abends losgefahren.

Wir wollen in Etappen nach Costa Rica segeln, unser erster Halt dort wird in Golfito sein, wo wir wieder einklarieren müssen. Wind und Strömung kamen von vorne, aber es wird sich vorläufig nicht ändern. Immer wenn wir dachten, ab dem nächsten Wegpunkt können wir segeln, drehte der Wind. So sind wir 48 Stunden überwiegend motort. In der zweiten Nacht ist zu allem Überfluß der innere Kühlkreislauf ausgelaufen. Habe die Wasserpumpe gewechselt, die uns Thomas glücklicherweise mitgegeben hat. Am Ende habe ich 5Stunden gebraucht bis alles wieder dicht war und das Kühlwasser gefiltert und wieder eingefüllt war. Hinter der Insel Coiba bei Sauth Bahia Damas ankerten wir ganz alleine im Naturschutzgebiet. Es war herrlich ruhig, nur etwas Brandungsrauschen von der anderen Inselseite und die Affen waren zu hören.Wir saßen im Cockpit beim Abendbrot als im Dunklen sich ein Boot langsam näherte. Karin hatte mächtig Bammel, schließlich war das hier früher eine Gefangeneninsel. Es zeigte sich, dass es 2 Boote waren, ein Polizeiboot und eines der Naturparkwächter, die waren auch nicht sicher, ob wir Verbrecher sind.

Eigentlich hätten Sie die Zarpe kassieren müssen, aber sie haben nur gesagt, dass wir nicht an Land dürfen. Hier haben wir 3 Tage ein Wind- und Regenfeld abgewettert und sind dann zur Isla Rancheria 15sm weiter gefahren. Am nächsten Morgen sind wir dann nach Golfito in Costa Rica aufgebrochen. Bei durchschnittlich 5-6kn Wind und die von vorne war nicht viel mit Segeln.

Durch den Starkregen in Costa Rica trieb sehr viel Unrat im Meer. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, ich hatte mich gerade etwas hin gelegt, verklemmte sich eine 4m langen Bambusstamm im Ruder. Als ich mit dem Stamm kämpfte rauschte auch noch die Angel aus.Nachdem das Ruder wieder frei war kümmerte ich mich um die Angel, da hatten wir scheinbar auch Treibgut eingefangen. Aber Happy ending, ein herrlicher Mahi Mahi, davon haben wir 4 Tage gegessen.

Mit dem ersten Licht sind wir nach Golfito eingelaufen und haben für 2 Nächte am Schwimmsteg der Banana Bay Marina festgemacht, teuer, aber sicher, freundlich und bequem.

Ansteuerung Golfito

Banana Bay Marina