
Nachmittags bei wenig Wind los, zum Anfang mußte noch der Motor helfen, aber dann hatten wir immer soviel Wind, dass die Segel gut standen. Karin hatte ihre erste selbständige Nachtwache. Siehe da, es ging sehr gut, auch wenn es noch einiges zu lernen gibt. Nach 21 Stunden waren die kaopp 100 sm geschaft. Der Hafen ist für Normalos gesperrt, wußten wir, also in die Ankerbucht, die auch keine mehr sein soll, aber während der ARC erlaubt ist. Die ARC ist eine Atlantikregatta für jedermann, bei der 250 Boote teilnehmen. Mehr Yachten als Boote und heute weit weg vom Sinn des Erfinders, der Fahrtenseglern, die sich nicht trauten alleine über den Atlantik zu segeln, die gemeinsame Überquerung anbot. Heute ein großes Geschäft: biete Koje für 3-4000 €.
In der Ankerbucht liegen wir gut und günstig. Schlauchboot aufpumpen und erste Stadtbesichtigung. Ausschlafe und am nächsten Tag mehr. Denkste, Feiertag, alles zu.
Am 02.11.16 dann Auto gemietet und los ging es zur Inselumrundung. Enge Straßen ging es die Berge rauf und runter, durch Tunnel hindurch, eine fantastische Landschaft umgeben von wunderschönen Orten, Strand und Wasser. 
In Arrecife haben wir Thomas Kaiser aus Berlin wieder getroffen, er ist unter härteren Bedingungen als wir hier her gekommen.
Nach dem Frühstück bekommen wir Besuch von Mareike, der Tochter von Thomas, sie macht hier Urlaub und kommt mit einer amerikanischen Freundin vom Strand zu uns herüber geschwommen. Da der Ankerplatz recht unruhig ist, verlegen wir das Boot in die Marina Rubicon, gleich nebenan. Wir wollen mal wieder ohne geschaukel schlafen und große Wäsche ist auch mal wieder nötig. Mareike hat uns ein paar Ersatzteile aus Deutschland mitgebracht. Irgend Etwas verschleißt immer. In der Marina einen kleinen Snack und einen Abschiedsdrink und dann nimmt Mareike ihren Papa einfach mit. Ab jetzt sind wir nur noch zu zweit.
Nach 470 sm und 4 Tagen und Nächte sind wir in der Papagayabucht, ganz im Süden von Lanzarote gegen 14 Uhr vor Anker gegangen. Erst mal baden, das Wasser hat jetzt 24 Grad und dann tauchen. Wir haben immer noch Leinenreste, wahrscheinlich von einem Fischernetz, im Propeller. Ich hatte schon unterwegs ein großes Kneul abgeschnitten, aber nicht alles rausbekommen. Diesmal hat es geklappt. Die Fischer haben teilweise über 10sm lange Netze draußen, wenn die nachts nicht beleuchtet sind hat man keine Chance.


Am Montag, den 10.10.16 sind wir von Gibraltar aufgebrochen, um die 160 sm nach Marokko zu segeln. Es wurde aber doch wieder eine Motorfahrt, so dass wir am Dienstag, den 11.10. gegen 14:00 Uhr auf dem afrikanischen Kontinent gut angekommen sind. Das erste Mal mussten wir ordentlich einklarieren und hatten Besuch vom Zoll, Drogensuchhund und Polizei.Aber bei uns ist nichts Unrechtes zu finden, so dass wir unbeschadet in den Hafen von Rabat einlaufen könnten. Jetzt wollen wir uns Land und Leute anschauen , ein Auto mieten und einpaar Tage durch Marokko Touren.😎

18 Uhr Anker fallen lassen in der Bucht vor La Linea, gehört noch Spanien, also schnell die britische Gastlandflagge runter und die spanische wieder rauf.d




